Bittbriefe oder Bettelbriefe?

Mit manchen Sachen kann man mich ja ärgern. Eine solche Sache ist ein Wort. Ein ganz bestimmtes Wort. Es vergeht kein Einführungsseminar im Fundraising, in welchem es nicht mindestens einmal fallen würde. Und sogar von Fundraiser*innen habe ich dieses Wort bereits gehört:

Bettelbrief.

Bettelbrief ist ein Wort, welches ich überhaupt nicht mag. Es ist ein Wort, bei welchem sich mir die Nackenhaare aufstellen und ich in Abwehrhaltung gehe. Bettelbrief, das klingt so fürchterlich abwertend gegenüber den eigenen und fremden Spenden-Mailings. Und dann bedeutet Bettelbrief ja auch, dass wir als Fundraiser*innen betteln würden. Das gefällt meinem Selbstbild überhaupt nicht.
Doch warum sitzt dieser Begriff so in den Köpfen und was wären denn die Alternativen?

Spendenwerbung / Fundraising hat das Ziel, benötigte Mittel (meist Geld, oft auch Mitarbeit, Sachleistungen, Unterstützung) für einen guten, gemeinnützigen Zweck zu erhalten. Dazu müssen wir uns mit anderen Menschen verständigen. Vier grundlegende Ansätze fallen mir dazu ein.

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Spenden bedanken – Spender würdigen

Stifterwand - Würdigung ohne Bezug auf die Höhe der Zustiftung.
Stifterwand – Würdigung ohne Bezug auf die Höhe der Zustiftung.

Dankbriefe und den Akt des Dankens halte ich für wichtig im Fundraising. Das habe ich schon häufig geschrieben. Und ich denke nach wie vor, dass grundsätzlich jede Spende bedankt werden soll.

Nun erreicht mich regelmäßig die Frage, ob das denn

  • unter wirtschaftlichen Aspekten vertretbar sei und
  • ob es nicht doch einen großen Unterschied mache, ob jemand 10 oder 1.000 Euro spendet.

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