Die irre 100%-Forderung von Förder-Organisationen

100% für's Projekt. Und wer zahlt den Hausmeister?
100% für’s Projekt. Und wer zahlt den Hausmeister?

Auch in diesem Jahr erreichte mich auf verschiedenen Wegen wieder der Projektaufruf der SWR-Hilfsaktion „Herzenssache e.V.“ Wie ich aus Erfahrung weiß, ist es für einen etablierten Träger ausgesprochen schwierig, hier mit einem Förderprojekt reinzukommen.  Ein Grund liegt im sehr restriktiven Punkt 11 der Förderrichtlinien.

 

11. Welche Kosten fördert Herzenssache e.V.?
Herzenssache e.V. fördert nur solche Kosten, die direkt, unmittelbar und zu 100% Kindern und Jugendlichen in einem zuvor schriftlich vereinbarten Projekt, Förderziel und Verwendungszweck zu Gute kommen. Verwaltungskosten sowie kalkulatorische Kosten oder anteilige Gemeinkosten werden nicht gefördert. Personalkosten können übernommen werden, wenn sie unmittelbar durch das Projekt ausgelöst werden und
ausschließlich, direkt und unmittelbar den Kinder und/oder Jugendlichen im vereinbarten Projekt zu. Gute Projekte, die Arbeit an einem Projekt, oder auch Teilkosten, die bereits vor Antragstellung begonnen haben bzw. angefallen sind, kann/können nicht gefördert werden. Ebenso darf im Falle einer Förderung erst dann mit dem Projekt bzw. der Arbeit darin begonnen werden, wenn zwischen Antragsteller und Herzenssache e.V. eine schriftliche Fördervereinbarung getroffen wurde.

Damit ist „Herzenssache“ auf der gleichen Linie wie so viele Stiftungen und Förderer. Während ich bei privaten Förderern diesen Ansatz noch irgendwo nachvollziehen kann, dass das eigene Engagement so singulär sichtbar ist, finde ich es bei solchen Aktionen und Stiftungen sehr schwierig.

100% an Klienten ist quatsch!

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