Das PS mit Leben füllen

Das PS sollte mit wichtigem Text gefüllt sein.

Die meisten Spendenbriefe enden mit einem Postscriptum, dem PS. Die klassischen Ratgeber empfehlen, unbedingt ein PS ans Ende des Briefes zu stellen, denn dieses würde als erstes gelesen werden.

Und tatsächlich scheint es so zu sein, dass der Leser nach dem Öffnen des Briefs, diesen zuerst einmal mit den Augen scannt und den kürzesten Absatz – meist das PS – zuerst vollständig liest.

Soweit, so gut. Doch was bedeutet dies für die Kommunikation. Welche Information ist es wert, als erstes gelesen zu werden? „Das PS mit Leben füllen“ weiterlesen

Psychologie: Gibst Du mir … (Reziprozität)

Reziprozität: Wir wollen nicht in der Schuld stehen

Wem helfen Sie am ehesten beim Umzug? Vermutlich jemandem, der Ihnen auch schon mal bei der Schlepperei geholfen hat. Wir fühlen uns in solch einer Situation etwas in der Schuld und wollen uns davon befreien. Auf die Einladung von Nachbarn zum Kaffee folgt unweigerlich die Gegeneinladung. Unter Psychologen firmiert dieses Verhalten als „Reziprozität“. Gleiches wird mit Gleichem vergolten, oder zumindest so, dass das Gefühl von Schuld nicht mehr besteht. Und so endete schon manche Einladung auf einen Drink ungeplant im Bett.

In der politischen Debatte erleben wir dieses Phänomen immer dann, wenn es um den Verdacht von Korruption geht. Ein Unternehmer bezahlt einem Politiker den luxuriösen Urlaubsaufenthalt. Auch wenn der Politiker nicht beabsichtigt, sich korrumpieren zu lassen, so besteht doch die große Gefahr, „Psychologie: Gibst Du mir … (Reziprozität)“ weiterlesen

Agentursprache: Materialkonzept

Brief / Zahlschein-Kombination der eva

Vor einigen Jahren stieß ich auf ein für mich neues Wort: Materialkonzept. Mittlerweile höre ich es öfters, wenn Mitarbeitende von Fundraising- oder Werbeagenturen mir ihre Dienste für Mailings anbieten.

Was verbirgt sich nun hinter diesem Begriff und welche Vor- und Nachteile hat ein Materialkonzept für uns Fundraisende?

Fangen wir mal damit an, was ein Materialkonzept ist. „Agentursprache: Materialkonzept“ weiterlesen

Grüne, rote und schwarze Worte

„Welche Farbe haben Ihre Worte?“ Diese Frage stellte ich beim Fundraising-Seminar in Hermannstadt/Sibiu (Rumänien). Zwei Teilnehmer kamen von ONKOS, einem Verein, der Krebskranken hilft, das Leben zu bewältigen. Es sollte im Rahmen einer Übung ein positiver Slogan für den Verein gefunden werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer taten sich recht schwer damit, denn die Situation der Krebskranken war zuvor in sehr düsteren – und leider nur zu realistischen – Worten beschrieben worden. „Grüne, rote und schwarze Worte“ weiterlesen