Von zweckgebundenen zu freien Spenden

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Kinder geh’n immer – oder?

Menschen geben Menschen und am liebsten für so konkrete Zwecke wie  möglich. Diese mantrahaft vorgetragenen Fundraising-Weisheiten haben ihre Berechtigung. Wir lassen uns vom Einzelfall berühren. Das Schicksal eines einzelnen ertrunkenen Kindes rührt uns mehr an, als das abstrakte Wissen darum, dass alle 6 Sekunden ein Kind verhungert. Als Spender wollen wir häufig genau wissen, wofür unsere Spende eingesetzt wird, am liebsten noch den gekauften Gegenstand oder die leuchtenden Augen sehen. Meine Spende soll den Unterschied machen!

Und so kämpfen sich Fundraiserinnen und Fundraiser beharrlich durch Projektbeschreibungen, um ihre Spendenmailings so konkret wie möglich werden zu lassen. Besonderes Augenmerk wird auf die »Shoppinglist« gelegt, jene obligate Aufzählung, welcher Gegenstand, welche Dienstleistung mit welchem Betrag finanziert werden kann.

Parallel dazu ertönt aus den Organisationen laut und lauter der Ruf, man möge doch zweckungebundene Spenden einwerben. Dann sei man flexibler, man habe so viele Projekte und Maßnahmen, dass überhaupt nicht alle einzeln beworben werden können. Bis man einmal durch sei mit allen Projekten, würden Jahre vergehen. „Von zweckgebundenen zu freien Spenden“ weiterlesen