Die Unterschrift macht den Dank zum Dank

Eigentlich hätte die Überschrift auch „Qualitätssicherung durch unterschriebene Dankbriefe“ heißen können. Aber fangen wir mal von vorne an: In Seminaren ernte ich häufig Unverständnis, wenn ich berichte, dass wir (also meine Kolleg*innen und ich) jeden Dankbrief eigenhändig mit Füller unterschreiben. Denn das, so die Meinung, wäre doch nun wirklich unnötig im Zeitalter guter Scanner und leistungsfähiger Farbdrucker. Oder wie ein Kollege meinte: „Dafür haben wir einen Unterschriftsautomat gekauft. Der beherrscht drei verschiedene Unterschriften des Vorsitzenden und schreibt mit Tinte, da merkt kein Spender einen Unterschied.“ „Die Unterschrift macht den Dank zum Dank“ weiterlesen

Was soll ich denn schreiben? Tipps für schöne Dankbriefe.

Wenn zu jeder Spendenbitte ein eigener Dankbrief verfasst wird, so kommen im Laufe der Jahre doch ganz schön viele Dankbriefe zusammen. Und da kann es einem schon einmal schwer fallen, erneut einen ansprechenden Text entwerfen zu müssen.

Grundgerüst des Dankbriefes

Aber beginnen wir erst mit dem Grundgerüst des Dankbriefes, den Essentials. Folgende Elemente enthält ein guter Dankbrief: „Was soll ich denn schreiben? Tipps für schöne Dankbriefe.“ weiterlesen

Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?

In Seminaren komme ich immer wieder auf das Thema der Beziehungspflege zu Spenderinnen und Spendern zu sprechen und damit zwangsläufig zum Dankbrief. Meine Einstellung ist, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, grundsätzlich jede Spende zu bedanken ist.

Nun erreichte mich die Frage, wie viele Dankbriefe man denn pro Jahr schreiben müsse.

Also, mal kurz skizziert, wie ich mir eine nützliche Dankbrief-Häufigkeit vorstelle: „Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?“ weiterlesen

Ein Stein für den Klosterplatz

Gespaltene Fluss-Steine als Spender-Boden vor dem Kloster Einsiedeln.
Gespaltene Fluss-Steine als Spender-Boden vor dem Kloster Einsiedeln.

Ein haltbarer Dank soll es sein, eine Wertschätzung mit Sichtbarkeit – so sind Stifterwände und Spendentafeln konzipiert. Wir finden sie mittlerweile an vielen Stellen. Ich sah solche Namenstafeln auf Holzschindeln an einer Wandervereinshütte, auf Plexiglas im Innenhof eines Caritasverbandes, auf Messing in Museen, in kleinen oder größeren lasergravierten Klinkerausführungen etc. Solche Wände haben eine mehrfache Funktion. Sie sollen

  • an den Spender / die Spenderin öffentlich erinnern,
  • den Dank für die Gabe dauerhaft ausdrücken und
  • andere Menschen motivieren, ebenfalls zu spenden oder zu stiften.

Je nach kultureller oder sozialer Prägung ist ein solcher öffentlicher Dank nicht gewünscht. Statt dessen wird der Dank z.B. bei einer Stifterwand „Im Angedenken an ….“ (verstorbene Menschen, welche dem Stifter etwas bedeuten) ausgeführt, oder ein schlichtes „Danke!“ als Platzhalter für anonym bleibende Spender formuliert.

Vor dem Kloster Einsiedeln stieß ich auf eine auch ansprechende und sehr schön integrierte „Spenderwand“. Im Zuge einer langjährigen Sanierung des Kloster-Vorplatzes wurde der Bodenbelag neu angelegt. Die historischen verlegten, gespaltenen Flußsteine, wurden wieder verwendet. „Ein Stein für den Klosterplatz“ weiterlesen

Spenden bedanken – Spender würdigen

Stifterwand - Würdigung ohne Bezug auf die Höhe der Zustiftung.
Stifterwand – Würdigung ohne Bezug auf die Höhe der Zustiftung.

Dankbriefe und den Akt des Dankens halte ich für wichtig im Fundraising. Das habe ich schon häufig geschrieben. Und ich denke nach wie vor, dass grundsätzlich jede Spende bedankt werden soll.

Nun erreicht mich regelmäßig die Frage, ob das denn

  • unter wirtschaftlichen Aspekten vertretbar sei und
  • ob es nicht doch einen großen Unterschied mache, ob jemand 10 oder 1.000 Euro spendet.

„Spenden bedanken – Spender würdigen“ weiterlesen

Der andere Spendenstein

Dreingabe für Spender - ein Original-Stein des Alten Schlosses Stuttgart.
Dreingabe für Spender – ein Original-Stein des Alten Schlosses Stuttgart.

Diese Tage erhielt ich das aktuelle Förderermagazin des Landesmuseum Württemberg (Altes Schloss). Darin war ein Spendenprospekt, der für einen Beitrag zur Renovierung des Museums warb. Was mir sofort ins Auge stach, war der überall präsent dargestellte Stein mit der Aufschrift „Mein Stück Altes Schloss“.

Jeder Spender erhält ab einer Spende von 50 Euro ein Exemplar dieses Steines. Das besondere dabei ist: Die Steine stammen tatsächlich vom Alten Schloss, dem Sitz des Landesmuseums Württemberg. Sie sind die Reste einer Mauer, welche bei einem Durchbruch weichen musste.

Ich finde diese Idee sehr ansprechend. Für echte Fans ist es sicher reizvoll ein Stück dieses alten Gemäuers in Händen zu halten, in der Wohnzimmervitrine auszustellen. Eine Idee übrigens, die zuvor schon nur einen Kilometer entfernt erfolgreich war. Damals hatte die Staatsgalerie Stuttgart ihren markanten grünen Noppen-Bodenbelag ausgetauscht und die noch ordentlich erhaltenen Stücke in handlichen Größen im Museumsshop verkauft.

Tipp: Planen Sie eine Renovierung? Ist es ein Gebäude mit „Erinnerungswert“? Dann überlegen Sie doch mal, ob Sie von dieser Aktion etwas lernen können. Alte Dachziegel des Kirchturms, …  „Devotionalien“ lassen sich aus vielem machen.

 

Der Dank auf den Dank

IMG-20130917-00824Zum Dankbrief kann ich viel schreiben. Aber was sagen denn Spenderinnen und Spender?

Hier ein Originalzitat von heute, geschickt von einer Dame, welche eher kleinere Spenden gibt. Solche Rückmeldungen kommen öfters an:

„Liebe Leute von der EVA, über Ihren „Danke“ Brief habe ich mich wirklich sehr gefreut. Ich bin sicher, dass Ihre Hilfe nötig ist und ankommt.“

 

Der Ton macht den Dank

Der Ton macht die Musik - auch beim Dankbrief.
Der Ton macht die Musik – auch beim Dankbrief.

Aus meiner Einstellung zum Dank als fundamentalem Bestandteil des Fundraisings habe ich bisher kein Geheimnis gemacht. Und so hoffe ich, dass die Zahl der Vereine, welche sich für eine Spende bedanken, so langsam ansteigt.

Nun ist es Zeit für den zweiten Schritt. Jetzt verfassen wir mal „schöne“ Spendenbriefe. Denn: Der Ton macht nunmal die Musik. „Der Ton macht den Dank“ weiterlesen

Wer soll bedanken?

Ein authentischer Dank ist wie Hefe und lässt die Beziehung zu Spendern wachsen.
Ein authentischer Dank ist wie Hefe und lässt die Beziehung zu Spendern wachsen.

Es gibt einige sehr feste Regeln im Fundraising und eine von ihnen lautet: „Wer bittet, der bedankt.“ Wer also mit seinem Namen, vielleicht sogar mit einem Foto, ein Spendenmailing, eine Beilage oder einen Online-Aufruf ziert, der solle dann auch die eingehenden Spenden bedanken.

Dieser Gedanke ist nicht falsch und korrespondiert sehr mit unserem Alltagsverständnis. Auch im Privatleben erwarten wir, dass der Beschenkte sich bei uns bedankt. Gut, bei kleineren Kindern macht man gerne auch mal eine Ausnahme, wenn sie sehr schüchtern sind. Da dürfen die Eltern in die Bresche springen. Aber später wird eine authentische 1:1-Kommunikation erwartet.

Um uns nun der Frage zu nähern, wer soll im Fundraising bedanken, hilft uns das etwas weiter. Aber, wie wir sehen werden, gibt es doch einige Unterschiede, so dass diese Regel „Wer bittet, der bedankt.“ reflektiert werden sollte. „Wer soll bedanken?“ weiterlesen

Mein Freund, der Spender

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Der Spender kommt wegen der guten Projekte und geht wegen des schlechten Service.

 

Mit diesem kleinen Gedankenanstoß verabschiede ich mich in die Weihnachtsferien. Vielen Dank allen, welche dieses Blog im laufenden Jahr begleitet, gelesen, kommentiert, ertragen und empfohlen haben. Danke allen, welche meine Haltung zum Umgang mit Spenderinnen und Spendern teilen. Oder, um es mit dem Namensgebers des Blog, Knigge, zu sagen:

Die Kunst des Umgangs mit Menschen … die Kunst, sich bemerkend, geltend, geachtet zu machen, ohne beneidet zu werden; sich nach den Temperamenten, Einsichten und Neigungen der Menschen zu richten, ohne falsch zu sein; sich ungezwungen in den Ton jeder Gesellschaft stimmen zu können, ohne weder Eigentümlichkeit des Charakters zu verlieren, noch sich zu niedriger Schmeichelei herabzulassen.

Gestartet war der Blog im Januar, als kleines privates Projekt zum 10jährigen Berufsjubiläum als Fundraiser. Es hat mir Spaß gemacht, über unseren Beruf zu reflektieren und darüber mit einigen Menschen in Kontakt zu kommen. Ich werde mir in den Weihnachtsferien überlegen, ob und ggf. wie der Blog weitergeführt wird. Ich freu‘ mich da auch über Anregungen!

Ich wünsche Dir / Ihnen frohe, besinnliche, aber auch fröhliche Festtage und einen guten und gesunden Start ins Neue Jahr.

Kai Dörfner