Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?

In Seminaren komme ich immer wieder auf das Thema der Beziehungspflege zu Spenderinnen und Spendern zu sprechen und damit zwangsläufig zum Dankbrief. Meine Einstellung ist, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, grundsätzlich jede Spende zu bedanken ist.

Nun erreichte mich die Frage, wie viele Dankbriefe man denn pro Jahr schreiben müsse.

Also, mal kurz skizziert, wie ich mir eine nützliche Dankbrief-Häufigkeit vorstelle: „Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?“ weiterlesen

Die Angst vorm leeren Blatt – einen Spendenbrief verfassen

blogparade
 
 
 
Der nachfolgende Text erscheint im Rahmen der „Blogparade gegen die Schreibblockade„, welche von Dr. Kerstin Hoffmann auf ihrem Blog PR-Doktor initiiert wurde. Er enthält Inhalte, welche ich schon mal hier und hier ähnlich beschrieb.

 

Welcher Fundraiser kennt das Gefühl nicht … was schreibe ich nur in meinem Spendenbrief? Ich habe doch schon alles geschrieben gehabt, was es zu schreiben gab.

10 Tipps, um aus einem weißen Blatt einen wunderschönen – und erfolgreichen – Spendenbrief zu machen:

„Die Angst vorm leeren Blatt – einen Spendenbrief verfassen“ weiterlesen

Psychologie: Warum wir Spender direkt ansprechen – der Bystander-Effekt

Der authentische Brief ist der wirksame Brief.

Wir kennen es aus den Lehrbüchern: Der Spendenbrief soll so nah wie möglich am persönlichen Brief dran sein, damit er seine Wirkung optimal entfalten kann. Doch warum ist dies so?

Eine erste und einfache Antwort ist, dass Spender auf authentische persönliche Briefe eher mit einer Spende reagieren und helfen. Doch diese Antwort enthält noch keine nachvollziehbare Begründung.

Der Bystander-Effekt

In der Psychologie wurde in den 60’er und 70’er Jahren viel experimentiert. Ausgangspunkt für die Forschung zum Bystander-Effekt war ein Mord, der sich 1964 in New York ereignete. Dabei wurde das Opfer, eine jüngere Frau, auf offener Straße und unter lauten Hilferufen, von einem Mann mit einem Messer attackiert und nach einer Flucht tödlich mit mehreren Stichen verletzt. Angeblich haben 38 Zeugen den Mord akustisch verfolgt, eingegriffen oder die Polizei alarmiert hat aber niemand.

Vielfach wurde dieses Szenario in der Forschung abgewandelt untersucht. Einhelliges Ergebnis: Je mehr Menschen von einer Tat Kenntnis nehmen, desto geringer fällt die Hilfeleistung aus. Jeder sieht erst mal, ob die anderen reagieren – das führt zur kollektiver Untätigkeit. Einzelpersonen hingegen leisten viel eher Hilfe, die Verantwortung bleibt bei ihnen. „Psychologie: Warum wir Spender direkt ansprechen – der Bystander-Effekt“ weiterlesen