Was soll ich denn schreiben? Tipps für schöne Dankbriefe.

Wenn zu jeder Spendenbitte ein eigener Dankbrief verfasst wird, so kommen im Laufe der Jahre doch ganz schön viele Dankbriefe zusammen. Und da kann es einem schon einmal schwer fallen, erneut einen ansprechenden Text entwerfen zu müssen.

Grundgerüst des Dankbriefes

Aber beginnen wir erst mit dem Grundgerüst des Dankbriefes, den Essentials. Folgende Elemente enthält ein guter Dankbrief: „Was soll ich denn schreiben? Tipps für schöne Dankbriefe.“ weiterlesen

Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?

In Seminaren komme ich immer wieder auf das Thema der Beziehungspflege zu Spenderinnen und Spendern zu sprechen und damit zwangsläufig zum Dankbrief. Meine Einstellung ist, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, grundsätzlich jede Spende zu bedanken ist.

Nun erreichte mich die Frage, wie viele Dankbriefe man denn pro Jahr schreiben müsse.

Also, mal kurz skizziert, wie ich mir eine nützliche Dankbrief-Häufigkeit vorstelle: „Wie viele verschiedene Dankbriefe brauche ich?“ weiterlesen

Rezension: Quick Guide Bildrechte

Ob im Mailing, in Prospekten oder auf Websites und Social Media-Präsenzen: Ohne aussagekräftige Fotos kommt Fundraising nur selten aus. Und es dürfte nur wenige Fundraiser geben, welche sich noch nie mit dem Thema Bildrechte auseinandergesetzt haben. Doch wer von uns kennt sich damit wirklich aus? Viel Halb- und Falschwissen kursiert in der Branche.

Doch damit dürfte nun Schluss sein. Denn mit dem „Quick Guide Bildrechte“ bietet Autor Christian W. Eggers einen sachkundigen und leicht lesbaren Führer durch dieses zum Teil heftig verminte Gebiet. Als ich las, dass das Buch nun erschienen ist, habe ich es mir gleich einmal bestellt. Und ich habe es nicht bereut!

Der grundsätzliche Blick bei der Bildnutzung geht in zwei Richtungen. Einmal in die Richtung des Urheberrechts am Bild und einmal in die Richtung der Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen und des Kontextes, in welchem das Bild publiziert werden soll.

Wer das Buch liest, merkt erst, an wie vielen Ecken man aufpassen sollte und muss, um nicht am Ende mit einer kostenpflichtigen Abmahnung und Anwaltsgebühren im vierstelligen Bereich zu enden. „Rezension: Quick Guide Bildrechte“ weiterlesen

Adress-Recherche in der Praxis

Unklare Adressen von Spendern sind Alltag jeder Spendenbuchhaltung. Häufig geben Spender bei der Überweisung keine oder keine vollständige Anschrift in den Verwendungszweck-Zeilen ein. Dies kann absichtlich geschehen, um keine Folge-Spendenaufrufe zu erhalten, oder weil keine Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung) benötigt wird. Anderen reicht vielleicht der Platz nicht oder sie vergessen es einfach.

Im Fundraising ist jede unklare Adresse ein Problem. Denn damit endet die Beziehungspflege zum Spender, noch bevor sie angefangen hat. Das macht sich finanziell bemerkbar. „Adress-Recherche in der Praxis“ weiterlesen

Rezension: Generation Y – wie wir glauben, lieben, hoffen


Wie kommt ein Buch über die Glaubensvorstellungen einer Generation auf die Rezensionsliste im Fundraising-Knigge? Nun, als Fundraiser*in geht es ohne fundiertes Wissen, wie Menschen „ticken“, einfach nicht. Wir sind weit mehr Psychologen und Soziologen als Betriebswirte, auch wenn Außenstehende oder Vorstände das oftmals nicht sehen (wollen).

Als Generation Y werden diejenigen bezeichnet, welche zwischen 1980 und 1999 geboren sind, heute also zwischen 18 und 37 Jahre alt sind – was auch schon eine ganz ordentliche Altersspanne darstellt.

Die Theologin und Autorin Stephanie Schwenkenbecher und der Theologe und ZEIT-Journalist Hannes Leitlein haben – beide gehören dieser Generation an – auf Anregung des Neukirchener Verlages diese Buch verfasst und dazu recherchiert. Da wir im Fundraising immer wieder über junge Menschen als Zielgruppe sprechen und andererseits religiöse Motive oder Prägungen für eine Spendenentscheidung hoch relevant sind, war ich auf das Buch sehr gespannt. Und als empirischer Dipl.-Soziologe mit Schwerpunkt Soziologie der Lebensalter interessiert es mich sowieso. „Rezension: Generation Y – wie wir glauben, lieben, hoffen“ weiterlesen

Rezension: Aus Führungsfehlern lernen

Jede Art von Führung ist anfällig für Fehler. Eine nicht funktionierende Führung hat meist mehrere Ursachen. In Non-Profit-Organisationen tragen Handelnde eine besondere Verantwortung, denn ihre Fehlentscheidungen können Auswirkungen auf einzelne Personen sowie die ganze Organisation haben. Führungskräfte stellen hier den Rahmen und sorgen für die notwendige Stabilität einer Organisation.

Das neue Handbuch „Aus Führungsfehlern lernen“ zeigt Fehlerquellen in den Rahmenbedingungen, das Verhältnis und die Spannung zwischen „Fehler und Lernen“ sowie typische individuelle Führungsfehler auf. „Rezension: Aus Führungsfehlern lernen“ weiterlesen

1. Marktübersicht Ziegen in Spendenshops

Das ist soviel Ziege, wie bei den meisten Spendenshops nach dem „Kauf“ einer Ziege tatsächlich Bedürftigen zur Verfügung gestellt wird.

Spendenshops liegen im Trend. Doch wonach sollen wirkungsorientiert geneigte Spenderinnen und Spender nun gehen, wenn sie, dem veganen Zeitgeist trotzend, sich zur Spende einer Ziege für eine bedürftige Familie z.B. in Afrika entschieden haben? Welchen der vielen Shop-Anbieter soll ich als potentieller Spender nun auswählen? Die Marktwirtschaft bietet hier, vergleichbare Ziegenqualität vorausgesetzt (die Shops bieten hier keine ergänzenden Informationen) ein zentrales Unterscheidungsmerkmal: den Preis.

Und so findet sich hier die erste deutsche Marktübersicht über Ziegen in deutschsprachigen Spendenshops. „1. Marktübersicht Ziegen in Spendenshops“ weiterlesen

Berliner Compliance Modell für Sponsoren

Auf den Tipp unseres Innenrevisors hin, wurde ich auf das „Berliner Compliance Modell“ für Sponsoren und Förderer aufmerksam.

Vor dem Hintergrund, dass es auf Grund komplexer Compliance-Vorgaben insbesondere im Kultur-Bereich zunehmend schwieriger wird, Sponsoren zu akquirieren und vor allem auch einzuladen, wurde im Rahmen des Rheingau Musikfestivals ein relativ einfaches Modell entworfen. Ziel ist es, durch ein einfaches Beurteilungsschema, sowohl bei dem Sponsor als auch bei der gesponserten Institution, Rechts- und Handlungssicherheit bezüglich der Zulässigkeit von Veranstaltungseinladungen zu schaffen.

Falls Sponsoren und sonstige Förderer Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Zulässigkeit von Einladungen geäußert haben und Gefahr besteht, dass sie diese ablehnen, bietet bietet das Modell gute Anhaltspunkte, um offensiv mit solchen Bedenken umzugehen und in Einladungen auf die „Übereinstimmung mit dem Berliner Compliance Modell“ hinzuweisen.

Das Modell und weitere Informationen sind unter https://www.rheingau-musik-festival.de/sponsoren-foerderer/berliner-compliance-modell/ zu finden.

Ich zitiere die Zusammenfassung:

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Pauschalierte Annahme der Unbedenklichkeit einer Einladung bei Vorliegen folgender Voraussetzungen:

  • Kein enger Zusammenhang mit einem Geschäftsabschluss oder einer sonstigen konkreten Geschäftsentscheidung
  • Der Gesamtwert einer Einladung pro Eingeladenem liegt bei ungefähr 100 Euro; mit einer Begleitperson bei ungefähr 200 Euro. Dieser Betrag kann je nach Standort und Wirtschaftskraft regional auch höher liegen.
  • Die Einladung erfolgt transparent (Einbeziehung von Geschäftsführung und Compliance-Beauftragten)
  • Der Eingeladene ist kein Amtsträger, sondern Unternehmensvertreter in gehobener Stellung (Sozialadäquanz)

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Das Berliner_Compliance_Modell habe ich – falls sich der obige Link ändern sollte – als pdf-Datei auf meiner Seite zum Abruf gespiegelt.

Amazon Smile – das Lachen vergeht schnell

Seit kurzer Zeit hat man als Kunde von Amazon die Möglichkeit, über eine spezielle Startseite auf Amazon einzusteigen und dann mit seinem Einkauf eine soziale Organisation seiner Wahl zu unterstützen. Als Kunde muss man zuvor erstmals in seinem Profil eine Organisation auswählen. Dabei werden einem einige von Amazon beworbene Organisationen vorgeschlagen, alternativ kann man aus einer Liste von „tausenden“ Organisationen seine gemeinnützige Wunschorganisation auswählen und festlegen. Diese Festlegung bleibt solange gültig, bis sie wieder geändert wird. Wer also im realen Leben an mehrere NGOs spendet, muss sich entscheiden oder immer wieder die Einstellung ändern. Die Unterstützung beträgt übrigens 0,5% des Einkaufswertes, welche der Organisation dann zugeht. Soweit mal aus der Käufersicht.

Als Organisation kann man sich direkt bei Amazon anmelden. Und viele NGOs werden überrascht feststellen, dass sie bereits in einer Datenbank bei Amazon gelistet sind. „Amazon Smile – das Lachen vergeht schnell“ weiterlesen