Über Spender sprechen

Würden Ihre Förderer im Fundraising-Vortrag den gleichen Menschen erleben, wie im persönlichen Kontakt?
Würden Ihre Förderer im Fundraising-Vortrag den gleichen Menschen erleben, wie im persönlichen Kontakt?

Wie sprechen Sie Ihre Spenderinnen und Spender an? Ich erlebe dabei ganz unterschiedliche Begriffe, wenn ich mir die Spendenbriefe oder Internet-Seiten von gemeinnützigen Organisationen ansehe. Bei meinem Arbeitgeber haben wir den Begriff “Freunde und Förderer” 2004 eingeführt. Diese Worte empfanden wir damals – und tun es heute noch – als respektvoll und aufrichtig. Und so ähnlich handhaben es die meisten NGOs: Für die öffentliche Kommunikation werden Bezeichnungen gewählt, welche mit gutem Gewissen veröffentlicht und von Unterstützern gelesen werden können.

Auf einem Seminar, welches ich einmal besuchte, erlebte ich eine Referentin, welche sehr engagiert und kompetent über ihre Arbeit sprach und die Kontakte zu den Förderern betonte. Das klang alles sehr stimmig. Doch gegen Ende des Vortrags wurden auch forderndere Kontakte zu Förderern beschrieben. Und da erhielt der Vortrag eine Drehung: „Über Spender sprechen“ weiterlesen

Hören ist nicht Zuhören

Hören ist nicht gleich Zuhören

Wir kennen es aus unserem Alltag nur zu gut. Wir sprechen mit unseren Kindern, Partnern, Freunden und haben das Gefühl, das Gesagte geht beim einen Ohr rein und beim anderen gleich wieder raus.

Auch im Büro ist es manchmal so. Haben Sie auch schon mal jemanden angerufen und das Gefühl gehabt, Ihr Gegenüber am Telefon hört Ihnen überhaupt nicht zu? Er tippt nebenbei auf der Tastatur oder scheint mit den Gedanken völlig woanders zu sein, hat auf “Autopilot” geschaltet und wirft sporadisch ein “ja”, “hmm”, etc. ein.

Unsere Bildschirmarbeitsplätze verleiten zu dieser oberflächlichen Art des Telefonierens. Parallel werden Statusmeldungen auf facebook gelesen, Twitter-Nachrichten verfasst „Hören ist nicht Zuhören“ weiterlesen

Grüne, rote und schwarze Worte

“Welche Farbe haben Ihre Worte?” Diese Frage stellte ich beim Fundraising-Seminar in Hermannstadt/Sibiu (Rumänien). Zwei Teilnehmer kamen von ONKOS, einem Verein, der Krebskranken hilft, das Leben zu bewältigen. Es sollte im Rahmen einer Übung ein positiver Slogan für den Verein gefunden werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer taten sich recht schwer damit, denn die Situation der Krebskranken war zuvor in sehr düsteren – und leider nur zu realistischen – Worten beschrieben worden. „Grüne, rote und schwarze Worte“ weiterlesen