Einmal ist keinmal – oder: Die zweite Spende zählt!

How would you change your fundraising ...Ich behaupte gerne, dass Fundraising etwas mit dem richtigen Leben da draußen zu tun hat. In meinen Seminaren verwende ich häufig Vergleiche aus dem zwischenmenschlichen Beziehungsleben, um den einen oder anderen Ansatz zu illustrieren. Vielleicht mag das damit zu tun haben, dass ich Fundraising als beziehungsorientierte Tätigkeit verstehe. Und deshalb will ich in diesem Text einmal mit einer solchen Analogie beginnen:

Gibt es einen Unterschied in der Anmache, wenn ein Mitte-20-Jähriger eine Frau als One-Night-Stand ansieht, oder als potentielle (Lebens)-Gefährtin?

Spontan würde ich sagen: Ja!

Doch was macht nun den Unterschied aus? „Einmal ist keinmal – oder: Die zweite Spende zählt!“ weiterlesen

Privatisierte Beziehungen? 11 Tipps für die professionelle Nähe.

Nähe oder Distanz? Im Fundraising eine Schlüsselfrage.
Nähe oder Distanz? Im Fundraising eine Schlüsselfrage.

Menschen geben Menschen – eine alte und nur selten infrage gestellte Weisheit im Fundraising. Auch in meinem beruflichen Alltag stelle ich immer wieder fest, wie Förderer oder Stifter sich explizit an unseren Vorsitzenden, an einzelne Fachkollegen oder an mich wenden.

Dies hängt einerseits an der fachlichen Zuständigkeit, welche wir – zum Beispiel mit unseren Online-Visitenkarten – kommunizieren, aber auch an persönlicher Sympathie.

Und im Prinzip ist dies auch eine sehr schöne Sache, denn engere Verhältnisse zwischen Förderer und Organisations-Mitarbeitenden sind auch ein verlässlicher Kitt und sichert die Dauerhaftigkeit der Spender- und Stifterbeziehung. „Privatisierte Beziehungen? 11 Tipps für die professionelle Nähe.“ weiterlesen

Was ist Ihre Spenderliste wert?

Vor über 20 Jahren schrieb F. Vester in einem kleinen Buch über den Wert eines Vogels. Und am Ende stand eine erstaunlich hohe Summe, welche sich aus unzähligen kleinen und größeren Positionen zusammensetzte. Angefangen beim Schädlingsverzehr, der Samenverbreitung bis hin zur Lebensfreude für uns Menschen fand er Positionen.

Und ganz ähnlich könnte man sich fragen, welchen Wert denn Ihre sogenannte “Hausliste” hat, also die Liste all Ihrer Förderer und Freunde?

Idee: Bilanzielle Bewertung

Wie komme ich darauf? Nun, eine größere Organisation wie z.B. mein Arbeitgeber, hat nicht nur eine normale Einnahme-Überschußrechnung eines Vereins, sondern eine vollständige Bilanz und GuV. In der Bilanz finden wir die Vermögenswerte. Diese sind zum Beispiel relevant für das Rating, also die Bewertung der Kreditwürdigkeit, durch die Hausbanken. Je höher die eigenen Vermögenswerte, beispielsweise Immobilien, desto günstiger werden Kredite. „Was ist Ihre Spenderliste wert?“ weiterlesen

Die Entdeckung der Beziehungspyramide

Ein idealtypisches Modell: Die sogenannte Spenderpyramide

Wir kennen sie alle aus den Lehrbüchern: die gute alte Spenderpyramide. Die Bezeichnungen mögen sich hin und wieder ändern, aber im Grunde sagt dieses (idealtypische, also nicht 1:1 in der Realität existierende) Modell aus, dass sich ein Spender in seiner Beziehung zur Organisation von unten nach oben innerhalb der Pyramide bewegt.

Vom Organisationsfremden zum Erstspender, weiter zum Gelegenheitsspender, Dauerförderer, vielleicht gar Großspender oder Erblasser. Als Maßstab wird zumeist auf den Spendenbetrag geachtet, so der Pyramidenaufbau. Je weiter oben, desto höher die jährliche Spende, desto höher der zu leistende individuelle Aufwand in der Kontaktpflege.

Dieses Modell hat in der Praxis sicher seine Berechtigung und vermag viele Spender-Organisations-Kontakt abzubilden. Das Modell ist auch hilfreich, wenn es um die Konzeption von Fundraising-Instrumenten geht, welche adäquat zur jeweiligen Gruppe passen sollen. Aber es betrachtet den Spender doch sehr von der Objektseite und von der monetären Bedeutung. „Die Entdeckung der Beziehungspyramide“ weiterlesen