Rezension: Großspenden-Fundraising – Wege zu mehr Philanthropie

80:20 – das klassische Pareto-Prinzip. Nach diesem Verhältnis verteilen sich in vielen gemeinnützigen Organisationen die Zahl der Spendenden zur Höhe der gespendeten Beiträge. 80% der Spender/innen geben 20% der insgesamt eingeworbenen Spenden. Und rund 20% der Spender/innen sind kommen für 80% der Spendeneinnahmen auf. Ob es nun im Einzelfall 80:20, 70:30 oder 90:10 ist, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass in den meisten spendensammelnden Organisationen eine vergleichbare Relation sichtbar ist. Und damit wird auch schlagartig klar, warum die Arbeit mit Großspender/innen so häufig als die Königsdisziplin im Fundraising bezeichnet wird. „Rezension: Großspenden-Fundraising – Wege zu mehr Philanthropie“ weiterlesen

So “ticken” Stifter

irisFür einen gelungenen Stiftungsantrag braucht es eine fundierte Recherche vorab. Und zur Recherche bei Stiftungen gehört das Wissen, dass jede Stiftung anders tickt und vor allem anders geführt wird.

Zwei wichtige Typen von Stiftungen lassen sich pragmatisch unterscheiden. Da gibt es die – meist größeren – managementgeführten Stiftungen und es gibt die „inhabergeführten“ Stiftungen.

Bei den, wie ich sie nennen mag, managementgeführten Stiftungen liegt die Leitung der Stiftung bei angestellten Mitarbeitern. Gerade größere und ältere Stiftungen sind so geführt, haben manchmal eigene Projektbereiche, Ausschreibungen und ein dezidiertes Antragsverfahren.

Häufiger sind mittlerweile, dem Boom der Stiftungsgründungen der letzten 15 Jahre geschuldet, die „inhabergeführten“ Stiftungen. „Inhaber“ ist in Anführungszeichen, da eine Stiftung ja niemandem außer „sich selber“ gehört, eine Vermögensmasse darstellt. Aber diese Stiftungen werden oft von ihrem Stifter oder engen Vertrauten des Stifters / der Stifterin geführt. Sie sollten also eher „stiftergeführte Stiftung“ genannt werden.

Wer von einer solchen, stiftergeführten Stiftung, Unterstützung erhofft, muss sich ganz klassisch mit Motiven auseinandersetzen. „So “ticken” Stifter“ weiterlesen

Andreas Schiemenz: Das persönliche Gespräch – Fundraising durch Überzeugung

Andreas Schiement: "Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung"
Andreas Schiemenz: “Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung”

Haben Sie heute bereits mit einem Großspender oder einer Großspenderin gesprochen? Oder besser, lieber mit vier von ihnen? So sollte Ihr Tagessoll aussehen, wenn Sie als Fundraiser im Bereich Großspenden und Unternehmensspenden erfolgreich sein möchten.

Andreas Schiemenz legt mit seinem Buch “Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung. Großspender und Unternehmer erfolgreich ansprechen” eine Bilanz seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Vertrieb und im Fundraising vor. Er kennt dabei die Ansprüche im kommerziellen Bereich an den Vertrieb, aber auch die Fundraising-Perspektiven aus verschiedenen Organisationen – regional bis bundesweit -, einer Agentur und heute als Philanthropie-Berater einer Bank.

Die große Stärke des Buches liegt in seiner Anschaulichkeit. Als Leser verspürt man das Herzblut, mit welchem es geschrieben wurde. Man wird permanent aufgefordert, das Gelesene auch zu verarbeiten, selber aktiv zu werden. „Andreas Schiemenz: Das persönliche Gespräch – Fundraising durch Überzeugung“ weiterlesen