Spender lieben Helden

Kleiner Fisch oder großer Held? Die Entscheidung trifft der Betrachter.

Wir lieben Helden. Harry Potter, Luke Skywalker, den Schwimmlehrer, Mutter Teresa, Martin Luther King, Rosa Luxemburg, Donald Duck, … wir alle haben Menschen, Figuren, Fantasiegestalten, welche wir auf irgendeine Weise verehren, idealisieren. Kinder zeigen dies noch sehr offen, in ihrem Spiel imitieren sie ihre Helden. Als Erwachsene sind wir da meist abgeklärter und zeigen unsere Bewunderung subtiler – vielleicht durch eine Spende. Denn:

Auch Spenderinnen und Spender haben Helden, welche in ihren Augen etwas heldenhaftes, bewundernswertes tun:

  • den bärtigen Seenot-Retter der DLRG
  • Ruth Pfau vom DAHW (Aussätzigen-Hilfe)
  • die Ärzte von Ärzte ohne Grenzen
  • Mutter Teresa
  • Rupert Neudeck mit Cap Anamur
  • die Schlauchbootbesatzungen von Greenpeace

Spender mögen diese Personen nicht nur, sie sind in ihren Augen “Helden”. Sie tun das, wozu wir uns als Spender nicht in der Lage fühlen, was wir nicht schaffen. Spender identifizieren sich mit ihren Helden. Diese Helden werden stellvertretend für die Spender tätig.

Helden Ihrer Organisation

Heldentum in diesem Sinne ist  nicht an einen großen Namen gebunden. Überlegen Sie mal, wer sind denn die Helden in Ihrer Einrichtung, Ihrem Verein? Wer leistet eine Arbeit, die Engagement, manchmal Überwindung und hohe Empathie benötigt?

Ich hörte von Spendern schon Sätze wie …

  • “Also ich könnte das nicht, diese Arbeit mit den Wohnungslosen.”
  • “Ich mache ja leider nichts, ich kann nur spenden.”

Zeigen Sie in Ihren Mailings, Ihren Prospekten nicht nur die Vorsitzenden oder Häuser. Zeigen Sie Menschen bei ihrer Arbeit, portraitieren Sie sie. Zeigen Sie …

  • die Leistung der Krankenschwester, welche Tag und Nacht pflegt, tröstet und begleitet,
  • das Engagement der Sozialarbeiterin, welche in der übelriechenden Notunterkunft das offene Bein des Wohnungslosen verbindet,
  • die Geduld, die der Streetworker mit der pubertierenden und gewaltbereiten Clique aufbringen muss.

Ja, es lohnt sich, nicht nur die Betroffenen zu zeigen, sondern unsere Spenderinnen und Spender einen Blick auf die Handelnden werfen zu lassen. Denn mit ihrer Spende werden die Spender ein Stück weit zu diesen Personen.