Wie hältst Du’s mit der Treue?

 Sind Sie ein treuer Spender?

 

Gute Frage, zumindest auf den ersten Blick. Doch was ist denn ein guter Spender? Die Antwortkategorien der Umfrage lauten:

  • Ja, ich spende zumeinst an dieselbe Organisation.
  • Nein, ich spende oft an eine andere Organisation.

Nun will ich nicht aus soziologischer Sicht über die Trennschärfe und Verständlichkeit dieser Frage schreiben, wenngleich das den Artikel deutlich verkürzen würde … 🙂  Diese Umfrage ist seit gestern (26.1.12) online auf dem Fundraising-Wiki. Und als ich diese Meldung heute auf Twitter las, kam spontan der Gedanke auf, ob es nicht viel sinniger wäre, folgende Frage zu stellen:

Bist Du eine treue Spendenorganisation?

Wie hältst Du als Spendenorganisation es denn mit der Treue zu Deinen Spendern? „Wie hältst Du’s mit der Treue?“ weiterlesen

Hall of Fame: Nachwuchsfundraiser für Hope Island

Konzert für Hope Island

Für eine Schule auf Hope Island, einer kleinen Insel im Golf von Bengalen, 5 Kilometer von der Indischen Küste entfernt, spielten diese beiden Jungs im Dezember 2011 im Scharnhauser Park Weihnachtslieder. Die vier Lieder auf Blockflöte und Kontrabaß gefielen den Wochenmarktbesuchern so gut, dass 44 Euro in einer knappen Stunde zusammen kamen. „Hall of Fame: Nachwuchsfundraiser für Hope Island“ weiterlesen

Grüne, rote und schwarze Worte

“Welche Farbe haben Ihre Worte?” Diese Frage stellte ich beim Fundraising-Seminar in Hermannstadt/Sibiu (Rumänien). Zwei Teilnehmer kamen von ONKOS, einem Verein, der Krebskranken hilft, das Leben zu bewältigen. Es sollte im Rahmen einer Übung ein positiver Slogan für den Verein gefunden werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer taten sich recht schwer damit, denn die Situation der Krebskranken war zuvor in sehr düsteren – und leider nur zu realistischen – Worten beschrieben worden. „Grüne, rote und schwarze Worte“ weiterlesen

Den Himmel verdienen …

 Ökonomisch war die Entscheidung der Reformation gegen den Ablasshandel schwierig. Theologisch natürlich richtig.

(Bischof July beim Empfang der Landeskirchlichen Stiftung, 23.1.12)

Warum geben kirchlich gebundene Menschen?

Im Seminar frage ich die Teilnehmer immer wieder nach den besten Gründen, warum Menschen spenden. Und oft kommt als Grund “den Platz im Himmel verdienen”. Nun sind wir 500 Jahre nach der Reformation, der Ablasshandel ist – zumindest kirchlicherseits, nicht im Umweltbereich – abgeschafft und das Thema “Himmel verdienen” sollte keine Rolle mehr spielen. „Den Himmel verdienen …“ weiterlesen

Reaktanz: Praxisbeispiel Stiftungsgründung

Reaktanz ist, kurz zur Erinnerung, der Effekt, dass wir auf das Einschränken von Verhaltensspielräumen, ein “Jetzt erst recht”-Gefühl entwickeln. Das Verbotene wird reizvoll (auch wenn wir es vorher überhaupt nicht wollten) und die als eingeschränkt empfundene Handlung wird als attraktiver als zuvor bewerten. „Reaktanz: Praxisbeispiel Stiftungsgründung“ weiterlesen

Plan-Beilagen 2012

Beilage in der taz, 22.01.2012

Die Materialschlacht geht weiter – zumindest kommt es mir so vor: Der erste Prospekt von Plan lag in der Wochenend-taz als Beilage. Wer sammelt um die Wette mit und hat am Jahresende die meisten Beilagen oder Mailings von Plan gesammelt? Im letzten Jahr hatte ich das Gefühl, damit ein Zimmer tapezieren zu können.

Gerne führe ich hier ein Ranking. Wer sammelt mit?

 

 

Beilage in der taz, 12.02.2012

 

 

 

 

 

 

 

BUND "Natur und Umwelt", 25.2.12

 

3.3.2012, in "Schrot & Korn"

Reaktanz: Der “Jetzt erst recht”-Effekt

Man kennt’s: Wenn ich meinen Kindern etwas schmackhaft machen möchte, muss ich es ihnen nur verbieten.
Wenn Händler Waren loswerden wollen, verknappen sie das Angebot, legen nur einen oder sehr wenige Artikel aus. Die attraktivsten Früchte wachsen immer ganz oben, die Prohibition förderte erst so richtig den Alkoholkonsum, etc.

Das schwer Erreichbare zieht uns magisch an, das Verbotene, das vielleicht bald Verschwundene. Die Psychologen und Sozialpsychologen haben hierfür den Begriff der “Reaktanz” geprägt. In vielen Studien und im Alltag ist er schon nachgewiesen worden. „Reaktanz: Der “Jetzt erst recht”-Effekt“ weiterlesen

Dankbriefe, die sich rechnen

Jahresbeginn, kurz vor Dreikönig

In ganz Deutschland sitzen die Kinder an den Kinderzimmer- und Küchentischen vor leeren Blättern. Es ist die Zeit der Dankbriefe.     Die ersten Weihnachtsgeschenke sind bereits kaputt, alle Spielsachen ausprobiert. Nun kommt der unangenehme Teil: die obligaten Dankbriefe an Oma und Opa, Onkel und Tante. Zumindest war es in meiner Kindheit noch so gewesen.

„Dankbriefe, die sich rechnen“ weiterlesen