Glück am Straßenrand (Möbel II)

“…für eine von uns betreute Großfamilie suchen wir dringend zwei Kinder-Hochstühle…” So lautete in etwa die E-Mail einer Kollegin, welche über den internen Verteiler lief. Gelesen, gelöscht – wie so vieles an diesem Tag. Denn meine Hochstühle zuhause brauchen die Kids noch selber.

Abends, beim Heimradeln, 100 Meter vor dem Haus, stellt ein Nachbar Sperrmüll raus. Und was sehe ich: drei (3!) Kinderhochstühle. Da war doch ‘was … Heimgefahren, zu Fuß zurück und den Nachbarn gefragt, ob die Stühle wirklich für den Sperrmüll seien. Sie waren es. Also alle drei gepackt und nach hause verfrachtet.

Am nächsten Tag ging’s dann mit der U-Bahn ins Büro – mit drei Hochstühlen fällt man im Berufsverkehr etwas auf – und der Kollegin die gute Nachricht geschickt.

stuhlErgebnis:

– Ein Nachbar, der glücklich ist, dass die Stühle noch gebraucht werden.

– Eine zufriedene Kollegin, die ihrer betreuten Familie helfen konnte.

– Eine entspannte Großfamilie, in der die Kinder nun gut um den Tisch sitzen können.

– … und ein Fundraiser, der eine kleine Geschichte erzählen kann … 😉

Irgendwie geht es im Fundraising doch auch darum, nicht nur die großen Summen zu sehen. Oder wie es die Kinder machen: Das Kleine und Unscheinbare am Wegrand entdecken …

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