Gemeinsam denken

Fundraising-AG: Jeder bringt eine Kompetenz mit.
Fundraising-AG: Jeder bringt eine Kompetenz mit.

Viele Fundraiserinnen und Fundraiser sind in ihrer Organisation Einzelkämpfer. Ich sprach schon mit Vielen, denen in ihrer Arbeit ein Gegenüber fehlt, um sich über Alltagsprobleme oder strategische Überlegungen austauschen zu können. Etwas neidisch geht der Blick auf größere Einrichtungen, wo mehrere Personen im Fundraising arbeiten, sich ganze Teams mit Planung und Umsetzung beschäftigen können.

Grundsätzlich gibt es als Lösung zwei Ansätze:

1) Externer Austausch

2) Interner Austausch

Ich empfehle heute, sich mit einem Modell des internen Austauschs zu befassen.

Interne Austauschgruppe gründen

Nun liegt es meist nicht in unseren Möglichkeiten, ein größeres Fundraising-Team zu etablieren. Was wir aber oft machen können, ist eine informelle Arbeitsgruppe anzuregen. Und so könnte so etwas aussehen:

  • Name: Fundraising- oder Marketing-AG
  • Einladung: Vorstand oder Sie selber
  • Eingeladener Kreis (z.B.): Leitung Rechnungswesen / Finanzen, Vorstandsmitglied, Leitung Öffentlichkeitsarbeit, jemand aus einer Fachabteilung, …
  • Ziel: Beraten und begleiten des Fundraisers in der Arbeit

Effekte:

  • Fundraising ist breiter in der Organisation verankert, da von mehreren Personen (informell-formell)  mitgetragen.
  • Feedback über Konzepte und Vorhaben.
  • 5 Köpfe haben mehr Ideen als 1 Kopf.

Ich selber habe mit solch einer Arbeitsgruppe vor 11 Jahren angefangen gehabt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wenn sich solch eine Gruppe alle 2-3 Monate trifft, ist dies ein wirklich feine Sache, um Ideen auszubrüten, etc.

Oft ist dieser Blick “von außen” auch hilfreich, um das eigene Profil als Fundraiser zu schärfen. Die aufkommenden Fragen, warum etwas nun so oder so gemacht werden soll, helfen einem, sich über die Bedeutung von Fundraising-“Wahrheiten” klar zu werden oder auch Schwächen in Konzepten zu entdecken.

Die unterschiedlichen Blickwinkel aufs Fundraising können sich sehr befruchtend auswirken. Und: So manche in der Praxis existierende Rivalität – beispielsweise zur Buchhaltung – kann durch das Einbinden der verantwortlichen Personen in solch eine AG entschärft werden.

Ideen oder Beschlüsse, welche in solch einer Arbeitsgruppe beraten wurden, haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, umgesetzt zu werden und nicht so leicht im Alltag unterzugehen.

Am besten – testen!

 

2 Gedanken zu „Gemeinsam denken“

  1. Kollegiale Beratung, z. B. In lokalen/regionalen Fundraisingtreffs, Netzwerkveranstaltungen etc. – wenn keine Konkurrenzbefürchtungen im Raum stehen, kann das hilfreich sein. Intern bringt aber mehr, weil es die eigenen Leute dazu bringt, sich damit auseinander zu setzen und Verantwortung mit zu übernehmen, statt nur zu delegieren und regelmäßig nach dem Euro-Pegelstand zu fragen… An der internen Beteiligung läst sich gut
    die Wertschätzung des Fundraisings,
    des bislang geleisteten und
    der eingebrachten Kompetenzen des Funfraisers
    ablesen.

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