Hall of Fame: Nachwuchsfundraiser für Hope Island

Konzert für Hope Island

Für eine Schule auf Hope Island, einer kleinen Insel im Golf von Bengalen, 5 Kilometer von der Indischen Küste entfernt, spielten diese beiden Jungs im Dezember 2011 im Scharnhauser Park Weihnachtslieder. Die vier Lieder auf Blockflöte und Kontrabaß gefielen den Wochenmarktbesuchern so gut, dass 44 Euro in einer knappen Stunde zusammen kamen.

Eine ganze Schule ist beteiligt

Die Aktion hat ihren Hintergrund in einer Schulpartnerschaft der “Schule im Park” (Ostfildern) mit einer vom Tsunami 2004 verwüsteten indischen Schule. Dabei werden Jahr für Jahr von jeder Schulklasse 100 Euro eingeworben + 2.000 Euro insgesamt. Damit werden zwei Lehrergehälter und für jedes indische Kind 2,- Euro für Schulgeld abgedeckt.

Diese Aktion, initiiert von einer großartig engagierten Religionslehrerin, begeistert die Kinder und animiert sie, eigene Aktionen zu starten. So wie diese zwei Drittklässler überlegen sich immer wieder Kinder Aktionen, mit welchen sie Geld für die indische Partnerschule sammeln können.

Was trieb nun die beiden hier an:

  • Die Nachwuchs-Fundraiser wissen genau, wofür sie sammeln. 2 Euro braucht ein indisches Schulkind für Schulmaterial auf Hope Island. 10 Euro langen für fünf Kinder, 44 Euro für 22 Kinder. Das wird den Passanten so auch gesagt. Anschaulicher geht es kaum.
  • Identifikation mit den Empfängern: Von der indischen Schule gibt es Bilder, die indischen Kinder sind optisch “präsent”. Der Unterschied zwischen Armut und Wohlstand ist sehr deutlich.
  • Die beiden Jungs machten das zum zweiten Mal und sind noch vom ähnlichen Erfolg des Vorjahres her ganz begeistert. Und bisher denken sie nicht mal daran, den Erlös als Taschengeld zu sehen – trotz vieler Wünsche. Die Motivation, etwas für Ärmere zu machen, ist sehr hoch.
  • Du kannst auch als “Kleiner” was bewegen – und erhältst dafür Anerkennung! Anerkennung gibt es von den Passanten (den Spendern), den Eltern, der Klassenlehrerin und der Religionslehrerin.
  • Das Klassenziel von 100 Euro vor Augen, sind die Jungen sehr stolz, dass sie alleine schon soviel dazu beigetragen haben.

Das Geld wird von der Religionslehrerin persönlich nach Indien gebracht. Und so authentisch sind dann auch die Berichte, welche sie den Kindern geben kann. Und manchmal hat sie auch eine kleine Anerkennung für besonders aktive Kinder, einen kleinen Rupien-Schein, Stein-Elefäntchen etc.

Ein nettes Beispiel für Engagement in jungen Jahren. Möge es erhalten bleiben.

Kleines PS: Ich geb’ zu, besonders gefreut hat mich natürlich, dass der Kontrabassist mein Sohn ist 🙂

 

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