Rezension: Großspenden-Fundraising – Wege zu mehr Philanthropie

80:20 – das klassische Pareto-Prinzip. Nach diesem Verhältnis verteilen sich in vielen gemeinnützigen Organisationen die Zahl der Spendenden zur Höhe der gespendeten Beiträge. 80% der Spender/innen geben 20% der insgesamt eingeworbenen Spenden. Und rund 20% der Spender/innen sind kommen für 80% der Spendeneinnahmen auf. Ob es nun im Einzelfall 80:20, 70:30 oder 90:10 ist, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass in den meisten spendensammelnden Organisationen eine vergleichbare Relation sichtbar ist. Und damit wird auch schlagartig klar, warum die Arbeit mit Großspender/innen so häufig als die Königsdisziplin im Fundraising bezeichnet wird. „Rezension: Großspenden-Fundraising – Wege zu mehr Philanthropie“ weiterlesen

Rezension: Profi-Handbuch Fundraising

20160515_130425-1-768x902Seit gut 10 Jahren gibt es das Profi-Handbuch Fundraising mittlerweile. Die nunmehr 3., aktualisierte Auflage zeigt das Interesse der Hauptautorin Barbara Crole und des Verlags, das Buch aktuell zu halten.

Der Titel „Profi-Handbuch Fundraising“ ist nicht ganz glücklich gewählt. Zum einen wendet sich dieses Buch in keiner Weise nur an Profis, sondern ist eine sehr praxisnahe und für Einsteiger hervorragend geeignete Einführung. Zum anderen aber suggeriert der Titel, dass es eine Abbildung des Fundraisings darstellt und das ist mir dann zu hoch gegriffen. Im Kern behandelt das Buch alles rund um das gute alte Spendenmailing, die briefliche Bitte um Unterstützung. Bei aller Bedeutung, welche das Mailing im Fundraising hat, gibt es in der Praxis noch sehr viele andere Fundraising-Instrumente, welche hier aber keine Berücksichtigung finden. Das ist nicht schlimm, aber dürfte im Titel zum Ausdruck kommen.

Wie geschrieben, im Kern geht es um das Spendenmailing. „Rezension: Profi-Handbuch Fundraising“ weiterlesen

Rezension: Das Crowdfunding-Handbuch

cfbuch_cover1Leicht verdientes Geld, könnte man meinen, liest man manche euphorische Erfolgsgeschichte aus der Welt des Crowdfundings: Ein geckiges Produkt, eine Plattform, dazu ein kurzes Smartphone-Werbevideo und zwei Monate später findet sich ein fünfstelliger Betrag auf dem Girokonto. Das Ganze garniert mit einigen Follower-Chats und zwei bis drei coolen Newslettern. Wenig Arbeit, viel Geld – der Stoff, aus dem so mancher Traum gestrickt ist.

Doch die Realität im Crowdfunding sieht anders aus: akkurate Planung, viel Zeit im Vorfeld der Kampagne, hohes Engagement bis hin zum Vollzeit-Job während der Kampagne, Durchhänger überwinden, Trouble-Shooting, Steuerfragen lösen, hunderte Gegenleistungs-Päckchen packen und versenden etc. „Rezension: Das Crowdfunding-Handbuch“ weiterlesen

Rezension: Fundraising Management

FR-Management_seger_labaronneFundraising auf 76 Seiten, darin noch zahlreiche Abbildungen und in Farbe … geht das? Ja, das geht, wenn man eine klare Einschränkung in seinem Anspruch vornimmt. Umfangreiche – und oft ungelesene – Fundraising-Handbücher gibt es ja einige am Markt. Mit dem Band 5 der SML Essentials legen Leticia Labaronne und Bruno Seger, langjährige Lehrende des schweizer Diplom-Lehrgangs Fundraising Management (ZHAW School of Management) eine hochkonzentrierte Veröffentlichung vor.

Der Anspruch des Bandes ist, Interessierten einen ersten und möglichst umfassenden Überblick über Strategie, Hintergrund und Methoden des Fundraisings zu geben. Die (wenigen) Praxisbeispiele entstammen dem Schweizer Alltag, sind aber problemlos auf D/A übertragbar.

Der umfassende Überblick gelingt auf den 76 Seiten auch aufgrund zweier Merkmale: Schriftgröße und einen stark lexikalischen Charakter der Beiträge. Die Schriftgröße ist sehr gewöhnungsbedürftig klein geraten, was zwar zu einer gute Übersicht und geringem Seitenumfang führt, aber meiner Lust am Lesen merklich abträglich ist. „Rezension: Fundraising Management“ weiterlesen

Andreas Schiemenz: Das persönliche Gespräch – Fundraising durch Überzeugung

Andreas Schiement: "Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung"
Andreas Schiemenz: “Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung”

Haben Sie heute bereits mit einem Großspender oder einer Großspenderin gesprochen? Oder besser, lieber mit vier von ihnen? So sollte Ihr Tagessoll aussehen, wenn Sie als Fundraiser im Bereich Großspenden und Unternehmensspenden erfolgreich sein möchten.

Andreas Schiemenz legt mit seinem Buch “Das persönliche Gespräch: Fundraising durch Überzeugung. Großspender und Unternehmer erfolgreich ansprechen” eine Bilanz seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Vertrieb und im Fundraising vor. Er kennt dabei die Ansprüche im kommerziellen Bereich an den Vertrieb, aber auch die Fundraising-Perspektiven aus verschiedenen Organisationen – regional bis bundesweit -, einer Agentur und heute als Philanthropie-Berater einer Bank.

Die große Stärke des Buches liegt in seiner Anschaulichkeit. Als Leser verspürt man das Herzblut, mit welchem es geschrieben wurde. Man wird permanent aufgefordert, das Gelesene auch zu verarbeiten, selber aktiv zu werden. „Andreas Schiemenz: Das persönliche Gespräch – Fundraising durch Überzeugung“ weiterlesen

Julia Friedrichs: Wir erben – Was Geld mit Menschen macht

Julia Friedrichs: Wir erben - Was Geld mit Menschen macht.
Julia Friedrichs: Wir erben – Was Geld mit Menschen macht.

Erben Sie? Haben Sie bereits geerbt?

Wenn es nach der Erfahrung der Journalistin und freien Autorin Julia Friedrichs geht, sind dies – nach der Gehaltsfrage – zwei der tabubehaftetsten Fragen, welche wir stellen können. Denn die Frage nach dem Erbe tangiert nicht nur das deutsche Geld-Tabu.

Rund 250 Milliarden Euro werden hierzulande Jahr für Jahr vererbt. 70 Jahre ohne Krieg hinterlassen materiell ihre Spuren und so wird in den nächsten Jahren ein ungeahnter Vermögenszuwachs bei Kindern und Enkeln der Nachkriegsgeneration zu verzeichnen sein.

Das geht an der bundesdeutschen Gesellschaft nicht spurlos vorbei,  wie Julia Friedrichs in ihrer Recherche zeigt. „Julia Friedrichs: Wir erben – Was Geld mit Menschen macht“ weiterlesen

Der “trendreport” des betterplace lab

Der Trendreport 2014 des betterplace lab (Foto: betterplace lab)
Der Trendreport 2014 des betterplace lab (Foto: betterplace lab)

“Bringt uns das Internet mehr als Shopping-Exzesse, Schwarmdummheit und süße Katzenbilder”? Mit dieser provokanten und suggestiven Frage enden 117 spannende Seiten des trendreport 2014.  Doch was ist der trendreport eigentlich?

Im trendreport sammelt das Team des “Betterplace Lab“, bekannt durch die Plattform “Betterplace.org” für die Abwicklung von Online-Spendenaktionen, digitale Ideen, Anwendungen und Projekte.

Insgesamt 10 sogenannte Trends identifizieren die AutorInnen und beschreiben sie mit sehr anschaulich ausgewählten Beispielen. Dabei werden nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken der Trends erwähnt, sowie eine Trendprognose abgegeben: Trends am Anfang ihrer Entwicklung, heranwachsende Trends und etablierte Trends.

Trends sind: „Der “trendreport” des betterplace lab“ weiterlesen

Buchtipp: The ZEN of Fundraising

The ZEN of Fundraising – ein Klick führt zu Amazon

Ein Klassiker, wenngleich erst 5 Jahre alt, ist das alleine schon durch seinen Titel zeitlose Buch von Ken Burnett. Er präsentiert darin 89 wertvolle Ideen, Anregungen, Tipps, um die Beziehung zu Förderern und Spendern zu festigen und zu intensivieren. Der Charme des Taschenbuchs liegt auch darin, dass der Inhalt “häppchenweise” innerhalb thematischer Kapitel verabreicht wird, so dass man immer mal wieder spontan darin lesen kann. Im ersten Abschnitt bringt Ken Burnett beispielsweise 15 Maßnahmen zu Papier, welche er als neuer Leiter Fundraising einer Einrichtung sofort angehen würde.

Für alle Fundraiser, welche an einer echten Beziehung zu ihren Freunden und Förderern interessiert sind, birgt das Buch eine Fülle von Anregungen. Auch Routiniers werden den einen oder anderen Tunnelblick nach der Lektüre wieder verloren haben.

Prädikat: Sollte bei den 10 Fundraising-Büchern in Ihrem Regal nicht fehlen.

Kommentar zur Dissertation von Clara West

Auf sozialmarketing.de ist ein Interview mit Clara West erschienen, welches sich um ihre 2011 eingereichte Dissertation zum Thema “Bestandsaufnahme der Bedeutung verschiedener Motivgruppen bei Spendern” dreht.

Ein erster und sehr schneller Blick über die Dissertation bringt nach dem ersten Impuls der Freude über ein neues Stück Forschung einige Fragen auf. Nachfolgend der Text des Kommentares, den ich auf sozialmarketing.de hinterließ: „Kommentar zur Dissertation von Clara West“ weiterlesen

Kreativtipp: Kribbeln im Kopf – Creative Sessions

 Sechseckig und kreativ, so könnte man dieses Kartenset in der stabilen Box bezeichnen. Der Inhalt besteht aus beidseitig bedruckten Karten auf der