Jul 292014
 
In was werde ich wohl mal getauscht werden ...?

In was werde ich wohl mal getauscht werden …?

Tauschen ist im Trend, so scheint es mir. Hatte ich vor 14 Tagen noch ein Beispiel zitiert, so lese ich in der Mitarbeiterzeitschrift der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, eva-inteam Juli – September 2014, nachfolgenden Bericht, den ich ungekürzt wiedergebe:

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3.000-Euro-Spende durch „verrückte“ Tauschaktion

Eine ungewöhnliche Tauschaktion hat an Pfingstsamstag Sach- und Geldspenden im Wert von 3.000 Euro für den Schlupfwinkel eingebracht. Bei einem Seminar für Persönlichkeitsentwicklung hatten die Teilnehmer eine rote Bürokammer bekommen. Ihre Aufgabe: Sie sollten diese im Laufe eines Tages gegen immer wertvollere Dinge eintauschen. Ziel war es, die eigenen Grenzen zu überwinden und zugleich möglichst viele Spenden für ein Jugendhilfe-Pojekt zu sammeln.

In sieben Gruppen schwärmten die Teilnehmer aus ganz Deutschland aus, sprachen Passanten auf der Straße an, fragten in Geschäften nach und baten unzählige Menschen um Unterstützung für ihr Projekt. Dabei waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt, es gab viele amüsante, bewegende und skurrile Begegnungen. Und viele neue Erkenntnisse: Ein Teilnehmer war selbst erstaunt, dass es ihm keinerlei Mühe bereitete, die Menschen für diese gute Sache um Unterstützung zu bitten. „Für mich selbst hätte ich das niemals getan. Schon gar nicht bei 30 Grad im Schatten in einer fremden Stadt.“

Oliver Schwarz vom Schlupfwinkel nahm die getauschten Spenden in Empfang. Der Sozialpädagoge war mit einem VW-Bus zum Seminarhotel in Vaihingen gekommen, um all die Sach- und Geldspenden inklusive Gutscheine einzuladen. „Wir freuen uns sehr über diesen unverhofften Spendensegen, auch wenn ich anfangs ehrlich gesagt nicht so recht an diese ziemlich verrückte Spontanaktion geglaubt habe“, sagte er schmunzelnd.

Im „Millionärs-Seminar“ im Rahmen des Projekts Gedankendoping lernen die Teilnehmer gerade auch durch solche ungewöhnlichen Aktionen, die eigene Komfortzone zu verlassen, neue Wege zu gehen und so persönlich zu wachsen – eine Voraussetzung für inneren und äußeren Reichtum. Eugen Simon, Gründer des Projekts Gedankendoping, unterstützt selbst durch eine Stiftung den Bau von Schulen in Dritte-Welt-Ländern. Mit der Aktion „Büroklammer“ wurde nun in Stuttgart bei tropischen Temperaturen etlichen jungen Menschen geholfen. (Text: Barbara Fischer-Reineke)

Der Schlupfwinkel ist eine Anlauf- und Kontaktstelle für Kin-der und Jugendliche, die auf der Straße leben. Er wird gemeinsam von der eva und dem Caritasverband für Stuttgart getragen. Junge Menschen in schwierigen Lebenslagen können sich im Schlupfwinkel aufhalten, etwas essen und trinken, duschen, frische Kleidung bekommen und ihre Wäsche waschen. Jährlich nehmen etwa 300 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 21 Jahren diese Angebote wahr. Bei Bedarf vermitteln die Mitarbeitenden auch einen Schlafplatz.

Jul 222014
 
Stiftung gründen oder: ich kauf' mir meinen Verein

Stiftungen gibt es jetzt schon zum Dumpingpreis. Wer bei einigen Trägern, welche ihre Stiftung über das Stiftungszentrum München verwalten lassen, als Stifter aktiv werden will, kann dies mit 5.000 Euro und einer Treuhandstiftung bereits verwirklichen. Aber auch über dieser Minimalgrenze werden sehr viele Stiftungen mit einer verhältnismäßig geringen Kapitalausstattung errichtet. Bei den rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts [weiter lesen]

Jul 182014
 
Praxisbeispiel: Tauschaktion und Eincremen

Manchmal stößt man bei der Urlaubsplanung unvermutet auf Perlen. In diesem Fall auf eine Fundraising-Perle: Auf der Seite http://www.langeoognews.de/ entdeckte ich ein schönes Beispiel von einem Menschen, Jörg Runnebom, der mit viel Engagement, Spieltrieb, Begeisterung und Ehrgeiz es schafft, Spenden für wichtige Zwecke zu sammeln. Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von “Langeoognews” übernehme ich folgenden [weiter lesen]

Jul 082014
 
Seid entbehrlich!

Wir werden gerne gebraucht Ach, wie schön und befriedigend kann es sein, wenn man gebraucht wird. Wir Menschen sind einfach soziale Wesen und ziehen in den meisten Fällen Bestätigung und Selbstbewusstsein auch aus dem Miteinander mit Anderen. Klar, so völlig ohne Dritte kann praktisch niemand existieren. Dazu zählt auch, wenn man im Berufsleben einer sinnstiftenden, [weiter lesen]

Mai 292014
 
Selber denken!

Da ist sie wieder: Die Verheißung, dass es garantierte Rezepte im Fundraising gibt und die großen Spendenorganisationen mit ihren Ansätzen schon richtig liegen. Heute kam sie wieder in Form des Newsletters vom Rob Woods, der mit http://brightspotfundraising.co.uk/ primär den britischen Markt bedient. “UNICEF UK, Oxford University and NSPCC can’t all be wrong”, so heißt es etwas [weiter lesen]

Mai 222014
 
Vernetzt Euch!

Die meisten Fundraiserinnen und Fundraiser müssen ihren Job alleine erledigen. Oft noch neben einer Fülle anderer Tätigkeiten. Und ich bekomme häufig mit, dass dieses Einzelkämpfertum zur beruflichem Frust, Resignation und Stagnation führen kann. Ein Mittel dagegen kann die Installation einer internen Austauschgruppe (z.B. einer “Marketing-AG”) sein. Darüber bloggte ich bereits einmal. Heute möchte ich Sie [weiter lesen]

Mai 082014
 
Geht raus!

Fundraiser müssen auch mal raus. Nein, ich spreche nicht von zu hohem Kaffeekonsum und schwacher Blase. Und ich denke heute auch nicht an Besuche bei Spenderinnen und Spendern. Mein Thema heute ist: Fundraiser müssen raus zu den eigenen Einrichtungen, Diensten, Angeboten. Wer Geschichten erzählen will, muss dies authentisch tun können. Und eine Erzählung aus dem [weiter lesen]

Apr 292014
 
Großspenden-Fundraising - der Königsweg?

Nach einigen Jahren, in welchen alle Online-Fundraising-Instrumente rauf und runter beworben wurden, war es in 2013 das Großspenden-Fundraising. Befördert wurde diese Diskussion sicherlich durch einige spezialisierte Lehrgänge, am fundiertesten sicherlich durch den neuen Ausbildungsgang am frisch gegründeten Major Giving Institute – an dem ich selber auch teilnahm. Nun lese ich diese Tage im Blog Adlerauge [weiter lesen]

Apr 102014
 
Wie wäre es mit ... einer Frage?

Der klassische Weg, um innerhalb des Vereins für seine Projektidee zu werben, ist eine Präsentation im Vorstand oder Leitungsgremium. Doch das kann schnell schief gehen, denn Gremien neigen zur Polarisierung. Wenn die Idee hingegen in Frageform präsentiert wird, kann sie zur Gruppenidee werden. Nur wenige Fundraiserinnen und Fundraiser können immer frei entscheiden, welche ihrer vielen [weiter lesen]

Mrz 262014
 
Ehrlich sein - auch im Kleinen

Eine kleine Unehrlichkeit, die vermutlich nur noch aus Gewohnheit geschieht. Aber weil sie so penetrant ist – mir fällt sie seit über 10 Jahren auf -, muss ich es doch mal loswerden. Liebe Verantwortliche des Fundraising von Bethel: Bitte verzichtet doch endlich auf den nebenstehenden Absatz in Euren Mailings. Es ist geheuchelt bis zum geht-nicht-mehr, [weiter lesen]